Der BlogGerät – Windows 10 im Livebetrieb

Die Insider Preview ist quasi Geschichte. Die letzte Build 10240 war dann wohl die Version, die auch kurze Zeit später am 29.07.2015 als offizielles Windows 10 die Runde machte. Soweit hat es der BlogGerät selbst nicht geschafft, da die alte Karre über die Updates trotz einiger Versuche nicht über die Build 10130 hinaus kam. Eine Neuinstallation über die ISO der Build 10166 ergab anschließend, dass Microsoft keine Neuregistrierungen von PCs der Insider Preview mehr zuließe, da das Produkt kurz vor Auslieferung stehe. Zu dem Zeitpunkt war bereits Build 10240 veröffentlicht und an diverse Tester ausgeliefert. Von dieser Build sollte es allerdings keine ISO mehr geben, weshalb der BlogGerät also ohne eigenes Windows 10 auskommen muss. Auf einem – ebenfalls älteren – Laptop hat dagegen alles wunderbar funktioniert und die Build 10240 wurde aktiviert. Da registrierte und über eine Hardware ID identifizierbare Insider Preview Nutzer auf diesem Wege aktivierte Versionen von Windows 10 nach bisherigem Stand offiziell weiter nutzen können, so lange sie im Insider Programm angemeldet bleiben, habe ich leider keine Chance, diese Windows-Version auf der BlogGerät zu übertragen. Einen erfolglosen Versuch habe ich wider besseren Wissens hinter mir.
Da die letzten Builds nach der 10130 doch recht zügig veröffentlicht wurden, kam ich auf dem anderen Gerät auch nicht zu mehr, als die jeweilige Build zu installieren. Tests – gerade auf der BlogGerät – waren mir daher nicht möglich. Dennoch möchte ich weiter über der BlogGerät berichten, denn ganz erledigt hat sich das Thema nicht.Von zwei alten, bereits demontierten und entsorgten Laptops stehen mir noch zwei Windows 7 Home Premium OEM Lizenzen zur Verfügung. Diese werde ich definitiv zu Windows 10 Home Lizenzen upgraden. Da der BlogGerät ja quasi ohne vollwertiges Betriebssystem da steht, habe ich zumindest ein passendes Zuhause für diese beiden Versionen gefunden. Per Mr. Boot USB Stick habe ich kürzlich begonnen, Windows 7 Home Premium auf der BlogGerät zu installieren. Da ich es mir natürlich komplizierter machen wollte, als es nötig ist, habe ich nicht den Trick angewandt, in einer Datei meiner Windows 7 Pro SP1 ISO eine Änderung vorzunehmen, so dass ich beim Installationsvorgang auf die Home inkl. SP1 hätte zurück greifen können. Sei’s drum, lässt sich ja auch nachträglich installieren. Also verbringt der BlogGerät seit zwei Tagen seine Zeit damit, Updates herunterzuladen und zu installieren. Was sich mir dabei offenbart: Windows 7 läuft – mit meinen zusätzlichen 2 GB RAM – und den Windows 7 Treibern der ati-Karte tatsächlich gut.

Weiterhin offenbart sich aber wohl doch der Zahn der Zeit in der Tatsache, dass irgendwann der Zugriff auf die Festplatte stoppt. Seltsamerweise nicht komplett, so dass der Rechner noch benutzbar ist, jedoch zum Beispiel während der Installation von 145 Updates einfach mitten drin nach dem erforderlichen Neustart einfach mal… nichts tat. Da es, wie ich ja feststellte, nicht an der HDD liegt, liegt es wohl an Dreck im Gehäuse auf dem Mainboard oder einfach am Alter von der BlogGerät. Oder eben doch an irgend einem Prozess von Windows, mit dem die Hardware aus unerfindlichen Gründen nicht klar kommt. Denn das Problem der Systemauslastung bei CPU, RAM und HDD hat sich wieder eingestellt, was anfangs von Windows 7 ausgeblieben war. Allerdings bin ich zumindest nicht allein, mit diesen Problemen, wie mir Leser Robert berichtet. Er versucht sich ebenfalls mit Windows 10 auf einem Toshiba Satellite A210-128  und hat dort ähnliche Probleme zu bekämpfen. Speziell die CPU-Auslastung findet sich bei ihm wieder, wohingegen Windows 7 seiner Aussage einwandfrei lief. Ich habe bei mir übrigens laut Prozessmonitor die svchost.exe im Verdacht, da sie mir zumindest als Topverbraucher in der RAM- sowie CPU-Übersicht angegeben wird.  Für ein nacktes Windows 7 sind auch 50+% Auslastung sowie über 2 GB RAM Verbrauch ohne Aktivität einfach zu viel.

Reibungslosen Ablauf kann man das also insgesamt nicht nennen, wie sich dem obigen Screenshot des Updateverlaufs entnehmen lässt. Auch muss ich bisweilen stundenlang warten, bis mir Windows wieder verfügbare Updates meldet, welche ich herunterladen und installieren kann.

In einer VM (dort plante ich ursprünglich die 7er Lizenzen upzugraden) habe ich übrigens das ganze wesentlich schneller hinbekommen, so das ich recht schnell das Upgrade-Icon für Windows 10 in der Taskleiste vor fand. Leider teilte mir diese Mistmade von Upgradeassistenten mit, die VM-Grafikkarte sei inkompatibel mit Windows 10, weshalb ich nicht upgraden könne. Da ich in der VM diese Version allerdings aktiviert hatte – ich bekam ohne Aktivierung nicht das Update für das Upgrade – kickte ich den Lizenzkey über ein paar Befehle in der CMD aus der VM. Ich war mir nicht sicher, wollte jedoch ausprobieren, ob so den MS Lizenzservern die Deaktivierung der Lizenz auf diesem (VM-)Rechner mitgeteilt würde, so dass ich auf der BlogGerät ohne den computerisierten Telefonsupport Windows wieder aktivieren könnte. Leider war dem nicht so, weshalb ich schließlich doch auf den Telefonsupport zurück griff und dort leider einen fatalen Fehler beging. Die Computerstimme fragte mich während des Vorgangs, ob ich Windows auf einem oder mehreren Computern installiert hätte. Ich dachte viel zu weit – so in Richtung, ich müsse gleich noch eine Taste für die entsprechende Windowsversion drücken – und gab an, mehr als eine Installation zu nutzen. Daraufhin wurde ich aufgefordert, eine weitere Lizenz käuflich zu erwerben, weil die von mir vorher angegebene Installations-ID nur für die Installation auf einem Gerät zugelassen sei. Ein erneuter Anruf ergab keine Besserung, ich wurde an die Servicehotline verwiesen, welche erst am nächsten Tag zu den Öffnungszeiten wieder erreichbar sei. Eigene Dummheit. Shit happens.
Weil ich aber nicht warten wollte, änderte ich einfach die Lizenz. Eine Windows 7 Home Premium war ja noch frei und wurde von den Servern geschluckt. Mit dieser Lizenz bastele ich mir also gerade einen Zurecht, weil der BlogGerät offenbar echte Probleme hat, Updates schnell zu finden. Was mich wieder an meiner ursprünglichen Projektidee zweifeln lässt, da ich dank dieses ‘Features’ auch schon auf eine Lifetime Lizenz im Insiderprogramm verzichten durfte, weil der BlogGerät eben nicht das Update oberhalb der Build 10130 finden, geschweige denn herunterladen und installieren wollte. Der BlogGerät unterschätzt mich scheinbar, denn ich gebe NICHT auf! Auf diesem Laptop wird ein Upgrade von Windows 7 Home Premium 64 Bit Version auf eine Windows 10 Home 64 Bit Version statt finden!
Genau genommen sogar zwei, sobald ich die momentan verwendete Lizenz upgraden konnte, wird die zweite Lizenz für der BlogGerät per menschlichem Telefonsupport reaktiviert und ebenfalls dem Upgrade unterzogen. Ich lasse mich doch nicht von totem Material verarschen!

Eine Antwort zu “Der BlogGerät – Windows 10 im Livebetrieb

  1. Pingback: Synology – Time Backup des DSM auf eine USB Festplatte | i can compute

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