Win 10 IP Experiment ‘Der BlogGerät’ – Build 10130, ati Treiber, Sound, RAM und HDD Auslastung

Vorweg will ich erwähnen, dass ich der BlogGerät gegen die Wand klatschen könnte. Mit der iso geht das ja schlecht. Welche iso? Tja, nachdem ich im vorigen Beitrag ja davon sprach, dass evtl. die Festplatte einen Hauweg hat, nehme ich nun eher eine andere Quelle der Qualen an. So läppische Dinge wie Windows Live Writer oder andere Produktivsoftware kann man sich getrost schenken, wenn das Betriebssystem in die Klapse gehört. Gut gut, ist eine Preview, also eine Beta. Aber eine verdammt miese Beta. Hängt vielleicht auch mit der steinalten Hardware zusammen, auf der ich mein Experiment hier gestartet habe, aber irgendwie… mir will da was nicht ganz einleuchten. Irgendwo ist da der Wurm drin, wo er nix zu suchen hat. Aber der Reihe nach.

Weil mir die Probleme mit ati’s Catalyst Control Center den letzten Nerv geraubt haben und ich außerdem mal einen anderen Build als den 10074 haben wollte, habe ich kurzerhand die Festplatte ausgebaut, während ich Mr. Boot USB Stick mit der iso des Build 10130 bestückte. Einfach noch mal alles auf Anfang, war meine Devise. Mit Sturzhelm und Knieschonern. Zur Sicherheit deshalb auch gleich eine andere Festplatte. Nebenbei eine etwas größere. Hatte ja die Vermutung, die verbaute Samsung ginge dem Ende entgegen. CrystalDiskInfo gab jedoch an, die HDD sei relativ fit. Ok, bis auf das Verhältnis der Startvorgänge zu den Betriebsstunden. Meine Produktivsystem-SSD steht im Vergleich mit 760 Startvorgängen zu 3200 Betriebsstunden wesentlich besser da.

Ok, auch egal, weiter im Text. Mr. Boot USB Stick war schon heiß auf seinen Einsatz und so kam wieder etwas Schwung in die Sache. Das übliche Installationsprozedere fix durchgeklickt, die vorher noch schnell entpackten Treiber von Mr. Boot USB Stick auf die Festplatte und über den Gerätemanager zuerst die ati Treiber installiert. Klappte auch mit den Vista-Treibern für 32 Bit wunderbar. Keine Probleme mehr wegen irgendwelcher MOM-Fehler des CCC.

Zumindest das erledigt. Sicherheitshalber einen Neustart hinterher geschoben. Das System war eh irgendwie ziemlich unruhig. CPU-Auslastung lag bei nervös machenden 97% und hielt sich dort auch eine Weile. Seltsam, zumal unter Build 10074 der Laptop ja ziemlich geschmeidig lief und keine Mätzchen machte. Und auch die HDD wollte einfach nicht so ganz zur Ruhe kommen. Wenn man Windows kennt, ist das allerdings nicht zwangsläufig ein dauerhaftes Problem. Neustart FTW! Kennt man als Windowsnutzer. Beim Runterfahren der Maschine habe ich dann spockmäßig eine Augenbraue hochgezogen. Ich sah das:

Kennt ihr diese WTF-Momente? Spock hätte wohl ‘Faszinierend!’ gesagt. Meine Tendenz ging eher in die andere Richtung. So und nun versuch mal, einen typischen Fehlercode von Windows zu googeln, dessen Version erst einige Tage alt ist. Klar, der Rechner fuhr anstandslos und auch echt geschmeidig hoch. Da hab ich keine Beschwerde. Und wie gesagt: Windows selbst läuft echt wie geschmiert auf der alten Hardware. Nur scheint mir der Zugriffsfehler im RAM echt alles zu vermiesen. Ist durchaus vorgekommen, dass der Laptop einfach aus ging. Besser gesagt, die Festplatte. Einfach so. Vermutlich auch schon das Problem beim Deinstallieren des Catalyst Control Centers unter der Build 10074. Fest steht: Entweder hat die Hardware, sprich RAM und/oder Mainboard dermaßen einen Sitzen, dass hier auf diese Probleme stoße, oder aber die Insider Preview im Build 10130 ist so verbugt, dass der Explorer das ganze System unbrauchbar macht. Andererseits lief der Laptop unter seinem vorbestimmten Vista ohne diese Probleme. Bei der Festplatte wird es jetzt dafür spürbar. Sieht auch bisweilen so aus, wie es sich dann im Minutentakt anhört.

Abschließend habe ich noch eine windowstypische Situation – ok, waren die jetzt vorher auch alle – die es wert ist, erwähnt zu werden. Neben dem SD-Kartenleser von Texas Instruments, welcher von Windows direkt nach der Installation mit der Begründung deaktiviert wird, dass er eh nicht funktionieren würde, geht die Tonausgabe flöten, wenn die Grafiktreiber installiert sind. Symbol wie lautlos, im Kontextmenü den Eintrag zur Problemlösung. Ein Klick darauf eröffnet Aussicht auf Hilfe. Nicht.

Humor ist, wenn man trotzdem ausrasten möchte. Lösung: Ein erneuter Neustart. Windows bootet jetzt aber mit komplett schwarzem Display. Einfach so geht nicht. Hängt wohl irgendwie mit den Grafiktreibern zusammen. Einfach mal die Powertaste für den Standby und noch mal zum Aufwecken. Geht. Doof, aber geht. Dafür hab ich jetzt wieder Ton. Oder zumindest undefinierbares Rauschen, was dem Angriffscode der Alliens im terrestrischen Funknetz der Erde aus Independence Day beängstigend ähnelt, und der Explorer oder was auch immer den Bufferoverflow auslöst, lässt zur Abwechslung die Festplatte in Ruhe. Ich habe seit 15 Minuten nix von ihr gehört. Spaßeshalber mache ich zum Abschluss des Tages noch ein paar Neustarts, damit sich die beiden – Windows und die Hardware – etwas mehr anfreunden können. Vielleicht klappt es morgen mal zur Abwechslung zu meiner Zufriedenheit und ich kann doch mal ein paar Produktivprogramme installieren, um die Vorzüge von Windows 10 auf alter Hardware so genüsslich nutzen, wie Microsoft es anpreist.

Die nächsten Schritte wären dann wohl statt Picasa und Office Fehlersuche um die Korruption im RAM zu beenden. Vielleicht sollte ich dazu mal Blatter anrufen. Der kennt sich damit beruflich sicher gut aus. Welche Schritte ich dazu gehe, wird sich zeigen. Mal googeln, ob es Software gibt, die den RAM checkt, korrupte Prozesse aufspürt, oder ob mir die Ereignisanzeige was zur Vitalität des RAM sagen kann. Vielleicht auch mal die nachträglich von mir verbauten RAM Riegel entfernen nur so zum Spaß. Wäre ja skandalös, würde ich die Eingrenzung der Ursache in diese Richtung vernachlässigen. Bis demnächst dann!

11 Antworten zu “Win 10 IP Experiment ‘Der BlogGerät’ – Build 10130, ati Treiber, Sound, RAM und HDD Auslastung

  1. Dürfte nicht nur am Beta-Status von Windows liegen, ich habe auf 2 verschiedene Geräte keine derartigen Problemchen… auch sehr alte Kisten.
    Bei (fast) jeder Linux-Live-CD kann man auch memtest86 starten, gibt´s natürlich auch alleine (http://www.memtest86.com)… eventuell das RAM-Upgrade rückgängig machen zum testen ;-)
    Ich würde auch mal die Grafikkarte genauer überprüfen…

    Viel Erfolg

    • Ah danke! Jetzt wo ich es lese, habe ich auch schon mal von memtest gehört. Ich glaube, es liegt einfach und allein an den Treibern der Grafikkarte. Allerdings ist es ohne kein Augenschmaus.
      Kann man natürlich Windows 10 nicht übel nehmen, wenn es mit Treibern, die weder aktuell für diese Version noch Architektur gemacht sind, nicht ganz klar kommt. Wäre interessant, wie sich Windows 8/7 mit selbigen schlägt.

    • Ich habe es jetzt noch mal auf einem anderen Computer live ausprobiert. Ohne jegliche Treiber selbes Problem. Und du darfst lachen: In einer VM mit ordentlich Power und definitiv keinem defekten RAM genau das selbe. Und weder bin ich der Einzige, noch ist das Problem offenbar auf die Build 10130 beschränkt, wie der Thread hier zeigen dürfte:
      http://answers.microsoft.com/en-us/insider/forum/insider_wintp-insider_devices/windows-10-technical-preview-build-10041-dde/b2ab0871-6da9-4f73-b9f1-ae45291e50d8?page=1
      Demnach werde ich mal die Workarounds ausprobieren, schätze aber fast, dass die nichts bringen. Jedenfalls scheinen sie bisher nicht geholfen zu haben, soweit ich beim Überfliegen der ersten drei Seiten erkennen konnte.

  2. Ah ja…
    also eine Inkompatibilität in dem Build
    Ich bin noch nicht bis zu dieser Version vorgedrungen… bin ja schließlich kein MS-Angestellter ;-)

  3. Hast aber schon gesehen, dass es ein anderer Fehler ist als bei dir und auch eine andere Version…?

    Ich drücke weiterhin die Daumen

    • Danke! Hatte noch nicht die Zeit, mich nach einer Lösung umzusehen. Günther Born ist natürlich eine gute Anlaufstelle. Mache mich später mal dran.

    • Auf der BlogGerät ist neben der ati (war da noch nicht AMD) auch eine AMD CPU verbaut. Da dürfte also was dran sein. Alles andere ist Intel und nvidia.

  4. Hey peter,
    gibt es nach fast 2 Monaten wieder etwas neues von deinem Bloggerät?
    Da diese „Steinzeitmaschine“ in meinem Besitz, allerdings auch mein einziger „Kreativrechner“ ist (Toshiba A210-128), habe auch ich selbiges Experiment mit einer alten Festplatte starten.
    Vorher habe ich ziemlich zufrieden Windows7/64Bit am Laufen gehabt.
    Seit ein paar Tagen habe ich Windows10/64Bit eine Chance gegeben…..und bin ehr noch nicht sehr zufrieden.
    V.a. stört mich eine nervige Lüfter-Regelung (läuft ziemlich oft 5Minuten immer lauter, bis er komplett aus geht), die ich von W7 vorher nicht kannte, mir andererseits aber auch nicht erklären kann, wie das Betriebssystem Einfluss auf die (vom BIOS gesteuerte?!?) Lüfterregelung haben kann…..
    Damit zusammenhängend lässt Windows10 den Prozessor sehr selten mal länger als ein paar Sekunden im IDLE Modus (800MHz)….was z.T. die Lüfterproblematik erklärt.
    Grafiktreiber (für die ATI Radeon Mobility HD2600) habe ich von Windows online abrufen lassen, was für gute Auflösung sorgt, allerdings keine Aussage über die Kartennutzung zulässt (Vollauslastung oder angepasste Regelung??–>Lüfterproblem in Zusammenhang?)

    Ansonsten finde ich z.B. das Öffnen des Startmenüs + die Reaktionszeit beim Programm-namen eintippen recht zögerlich, das konnte W7 bei mir besser….

    Also würd mich freuen mal den letzten Stand bei dir zu lesen…(evtl. mit der finalen Version von W10?)

    Grüße,
    Robert

    • Ist in Arbeit. Zwar noch keine echten Fortschritte, wenn aber schon ein Leser fragt, schreibe ich später noch was dazu.

  5. Pingback: Der BlogGerät – Windows 10 im Livebetrieb | i can compute

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