Windows – Mit Rufus bootbaren USB Stick erstellen

graphic of an usb stick

Es gibt Tools, die gehören in jeden Werkzeugkasten eines Familien-IT’lers. Und sicher auch in den, der Profis. Unter diesen Tools dürfte sich auch irgend eine Software befinden, die einen USB Stick bootbar macht. Eine ISO zur Installation oder eine Linuxdistribution für den Livebetrieb vom Stick. Gebrauchen kann man das heutzutage jedenfalls immer. Persönlich habe ich bisher nur Installationsmedien mit Hilfe des Windows 7 USB/DVD Download Tools erstellt. Stick auswählen, ISO auswählen, starten. Einfacher geht es echt nicht.

Nun muss man ja nicht immer altbewährte Werkzeuge nehmen, wenn es auch andere gibt, die es auszuprobieren lohnt. Und weil ich auf alter Hardware gerne mal ein Linux installieren wollte, bekam ich auf der Ubuntu-Seite Rufus empfohlen. Also einen Download gewagt. Immerhin wird damit geworben, erheblich schneller als manch anderes Stück Software zu sein. Unter anderem eben auch mein bisher genutztes Windows 7 USB/DVD Download Tool.

Rufus Homepage kommt als sofort ausführbare exe in Version 2.16.1170 vom – Stand dieses Beitrages – 13.08.2017. Eine portable Version selber Nummer gibt es ebenfalls, habe ich jedoch nicht ausprobiert. Für das 939 KB leichte Tool ist wohl auf so ziemlich jedem Rechner noch Platz auf der Platte und meinen Laptop nehme ich ohnehin mit, wenn ich als Familien-Admin angefragt werde. Optisch erinnert die Oberfläche von Rufus direkt an die Formatierungsoptionen für Laufwerke unter Windows. Rufus spricht übrigens neben Deutsch noch um die 40 weitere Sprachen.

Screenshot Rufus main window

Ist ein Wechselmedium an den Rechner angeschlossen, erkennt Rufus dieses und zeigt es mit seinem Namen und den bisherigen Eigenschaften an. Aus dem in meinem Fall Windows 10 Pro soll nun ein Ubuntu 17.04 werden. Gewählt wird von mir MBR BIOS/UEFI, FAT32 und 4096 Byte Cluster, Schnellformatierung langt, startfähig soll der Stick sein, eine ISO Datei ist die Grundlage, Haken bei den erweiterten Bezeichnungen und Symbolen lasse ich mal.

Screenshot Rufus hint window

Ist das gewählte ISO ein hybrides ISO, hat man die Wahl, das Medium im Abbild Modus oder im Dateikopiermodus beschreiben zu lassen. Ersteres wird empfohlen, um nach Abschluss der Arbeit vollen Zugriff auf das Laufwerk zu haben. Schätze, der andere Modus ist für ein Livebetrieb dann sicherer. Wobei man sich bei Bedenken der Sicherheit sowieso nicht auf ein USB-Medium verlassen sollte, wenn ein nicht veränderbares Live-Medium zur Rettung irgendwelcher System benötigt wird.

In der ersten Version dieses Beitrags war ich noch mit einer älteren Version zugange, die nicht wirklich das tat, was ich verlangte bzw. immer erst nach dem dritten Versuch. Die ersten beiden schlugen kurz nach Start des Vorgangs immer fehl, mit der Meldung, das ISO sei nicht in Ordnung. In der aktuellen Version traten hier keine Probleme auf und ich hatte tatsächlich in erstaunlich kurzer Zeit meinen Ubuntu-Stick in der Hand. Auch ohne Stoppuhr in der Hand, fühlt sich Rufus schneller an, als das Windows 7 USB Tool.
Nach erfolgreichem Abschluss zeigt Rufus unten rechts an, wie lange er gebraucht hat, den Stick fertig zu machen. In meinem Fall waren das exakt 6:50 Minuten. Wer möchte, kann sich auch das komplette Log dazu ansehen.

Screenshot Rufus log

Für meinen Teil habe ich damit ein neues Werkzeug in meinem digitalen Werkzeugkasten gefunden, welches das Windows 7 USB Tool definitiv erst einmal ersetzen wird. Von mir gibt es also eine Empfehlung!

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