Übersicht behalten – Mehrfachpostings von WordPressbeiträgen auf Twitter und Facebook vermeiden

Nach einer verwerflich langen Zeit der Inaktivität bezüglich meines Blogs ergeben sich durch den Wiedereinstieg in dieses durchaus produktive Hobby an sich altbekannte Probleme. So ähnlich wie mit einem Fahrrad, dass nur im Keller steht, einstaubt, Rost ansetzt, spröde Reifen bekommt. Würde man es regelmäßig benutzen, fielen einige Arbeiten daran nicht an oder würden sich anderweitig äußern. So ist es auch hier. Lange nicht benutzt. Rost hier und da, vor allem Staub. Altbekannte Software mit ein paar neuen Funktionen oder ein paar alten liebgewonnen Funktionen weniger. Basteln und reparieren ist angesagt. Das stellte ich ja kürzlich schon fest, als ich mir den Windows Live Writer neu installierte und feststellen musste, dass einige Plugins nicht mehr kompatibel waren. Ersatz vorerst nicht in Sicht.

Dank der letzten drei Beiträge durfte ich gleich wieder in die Werkzeugkiste greifen. Wieder hängt dies etwas mit WordPress und dem Live Writer zusammen. Wobei man eher WP als dem Live Writer die Schuld geben muss. Oder letztlich einfach mir. Ich hab den Kram schließlich so konfiguriert.
Wordpressbeiträge ließen sich längere Zeit im kostenlosen Paket direkt auf WP nicht nativ an Twitter, Facebook und Google+ weiterleiten. Das musste man händisch oder mittels diverser Tools erledigen. Oder per Plugin im Live Writer, sofern verfügbar. Für den nutzte ich ein Plugin, meine Beiträge an Twitter zu senden. Ging über WordPress nicht. Für Facebook verrichtete da RSS Graffiti bestmögliche Arbeit. Außerdem kann man auf einer Fanpage eine WordPress-App einrichten. Die holt natürlich anschließend die Beiträge im Blog ab und klatscht sie in die eigenen Timeline auf Facebook. Für Google+ gab es nüscht. Soweit möglich also die für mich passenden kostenlosen Lösungen. Dann kam Gestern, der Tag an dem ich das digitale Fahrrad aus dem Keller holte. Auf Twitter bekam ich von der @android_oma die aufmerksame Nachfrage, ob mein Account gehackt worden sei. Es hätte einige Doppelposts gegeben. Wenn überhaupt hatte ich mich selbst gehackt. Die Weitergabe an sämtliche Social Networks funktionierte nämlich noch gut. Zu gut. Erst wurden betroffene Postings gelöscht, dann folgte die Ursachensuche.
Live Writer kam nicht infrage. Das Twitterplugin war noch gar nicht installiert. RSS Graffiti auf Facebook war mein Verdacht. Stimmte wohl aber auch nur zum Teil. Denn in der Vergangenheit habe ich Twitter mal mit RSS Graffiti verbunden. Außerdem mit Facebook. Darüber hatte ich zeitweise nämlich auch versucht, mein Blog an die mögliche Leserschaft zu bringen, weshalb ich mich damals überhaupt bei FB angemeldet habe. Für eine Fanpage braucht es nun mal einen Admin.
Wie da nun was genau an wen und wohin und wieder zurück sendete, abholte, weiterleitete… ich gestehe – und das sollte echt nicht passieren – ich habe heute keine Ahnung mehr. Festgestellt habe ich lediglich, dass ich es mit der Verknüpfung sämtlicher Dienste auf Twitter wohl übertrieben habe. Da war noch alles drin. Also Facebook, RSS Graffiti, WordPress, Live Writer. Hab ich alles mal so konfiguriert und gelassen. Lief ja immer wie ich es wollte. Da holt einen die Vergangenheit eben mal ein. Zum Glück alles nicht so wild. Lernt man ja draus und freut sich, dass WordPress gehostete Blogs mittlerweile eine integrierte Anbindung an Facebook, Twitter, Google+ und andere Dienste anbieten. Ich war dann nur froh, dass sich mir damals keine kostenfreie, oder zumindest mit akzeptablem Preisleistungsverhältnis, Möglichkeit bot, auch noch an Google+ zu verteilen.

Bevor ich zum Fazit komme, noch eine Anmerkung, die mich im Verlauf der Ursachensuche noch zusätzliche Nerven gekostet hat. Google+ lässt sich ziemlich einfach beliefern. In den Sharing-Einstellungen des WordPress-Blogs das entsprechende Konto auswählen und bestätigen. Ist statt eines privaten Kontos ein Seitenprofil ausgewählt, muss man im jeweiligen Google+-Profil noch in den Einstellungen der Apps für die WordPress-App erlauben, öffentlich zu posten. Bringt schließlich nicht viel, wenn man dann nur alles privat postet und es keiner sieht.

Fazit: RSS Graffiti auf Twitter und Facebook deaktiviert. Beidseitige Verbindung zwischen Twitter und Facebook (vorerst) aufgehoben. Eigentlich sollen meine manuellen Tweets auch auf Facebook und manuelle Facebookeinträge auch auf Twitter erscheinen. Da muss ich also noch mal ran. Weiterhin die WordPress-App auf Facebook gelöscht, festgestellt, dass man sie für die native Übergabe von WordPress aber doch braucht und wieder eingerichtet (auf WP, verknüpfen, bestätigen, fertig). Die schien letzthin für die Doppelposts auf Facebook verantwortlich. Wie und warum auch immer oder eben auch nicht. Mittels eines kurzen Testbeitrags noch getestet, ob ich alles richtig gemacht habe. Jup. Haken dran.
Ab jetzt läuft die Verteilung meiner Blogbeiträge an Facebook, Twitter und Google+ direkt aus der WordPressinstallation. Genial. Und zur Sicherheit male ich mir gleich noch eine Skizze mit Buntstiften, damit es mir nicht noch mal so ergeht, sollte sich da irgendwann mal was dran ändern und mein Fahrrad wieder im Keller einstauben.

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