WiFi Baby Monitor – Babyfone-App für Android

Logo WiFi Baby Monitor - Quelle: http://www.babyphonemobile.com/deu/homeNachwuchs ist was tolles. Als Papa, der mindestens noch genauso gerne spielt, wie der eigene Nachwuchs, eröffnen sich da ganz andere Argumentationsketten gegenüber der eigenen Frau pro diverser Technik, die sonst nicht wirklich nötig wäre und deren Geld man/Frau lieber für andere Dinge ausgibt. Nun ist eine Androidapp zwar nicht gerade das, was einen in den finanziellen Ruin treibt, aber hey, irgendwo muss man ja anfangen.

Es kann Vorteile haben, wenn man nicht das erste Paar in der zusammengewachsenen Familie mit Nachwuchs ist. Da liegen auf diversen Dachböden Ressourcen in Form von Babyartikeln herum. Eine dieser Ressource ist ein Babyfon der Schwägerin. Keine Ahnung was das Gerät damals gekostet hat. Schätze mittlere Preisklasse. Dennoch: Übertragungsqualität eher mau bis unbrauchbar. Und nur Audio, kein Video. Videobabyfone sind meiner Ansicht nach eh überteuert. Dass es wesentlich günstiger geht, werde ich im Folgenden beschreiben.

WiFi Baby Monitor sagt ja schon alles aus. Eine App, die per WLAN das klassische Babyfon ersetzen kann. Auch das moderne Videobabyfon kann man hiermit getrost im Regal stehen lassen und so gut und gerne Summen oberhalb der 100€ sparen. Die App bringt alles mit, was ein gutes Babyfon ausmacht. Einzig müssen Sender und Empfänger im selben WLAN eingewählt sein. Ist kein WLAN vorhanden, kann vom Sender ein eigener Hotspot aktiviert werden. Hierbei muss berücksichtigt werden, dass der Sender technisch dazu in der Lage sein muss. Wir nutzen zu Hause ein altes Samsung Galaxy S I9000 als Sender. Bei diesem Gerät kann kein mobiler Hotspot über die App gestartet werden. Weiterhin von der technischen Ausstattung des Senders abhängig ist, ob man auf Sensoren wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit zugreifen kann. Auch hierfür ist mein altes I9000 nicht geeignet. Fände es allerdings überraschend, sollten sich Temperaturschwankungen in bedenklichen Differenzen einstellen. Und nach dem Lüften schließt man vor allem im Winter das Fenster gewöhnlich schon gewisse Zeit bevor man den Säugling zum Nickerchen hinlegt. Kann also meiner Ansicht nach nicht allzu viel passieren, was sich in den vier Wänden nicht auch außerhalb des Kinderzimmers bemerkbar machen würde. Wir sind ja nicht bei Roland Emmerich daheim.
Beim ersten Benutzen der App als Sender wird man gebeten, das Micro zu kalibrieren. Man befolge einfach die Anleitung auf dem Display des Senders. Ist aus dem Stand weg zu gebrauchen, kann bei Bedarf nachträglich noch manuell justiert werden. Da die App auch Bild und Video unterstützt, kann der Nachwuchs bei verdächtigen Geräuschen und entsprechenden Lichtverhältnissen kurz per Momentaufnahme oder Bewegtbild beobachtet werden, um ihn bei lauten Träumen vielleicht nicht durch Betreten des Zimmers tatsächlich zu wecken. Hat sich bei uns bewährt. Ein Nachtmodus im Sender unterstützt hierbei eine bessere Bildqualität bei suboptimalen Lichtverhältnissen. Im komplett Dunklen sehen kann das Sendegerät deshalb aber auch nicht.

Die Verbindung ist also eingerichtet, der Empfänger automatisch mit dem Sender verbunden, das kleine Menschlein steht unter Beobachtung. Am Empfänger lässt sich übrigens noch mittels Schieberegler die Intensität der akustischen Ausgabe regulieren. Links am Anschlag kann man das Baby gegebenenfalls sogar atmen hören, rechts am Anschlag muss der Säugling zumindest schon mal ein Knurren von sich geben, bevor beim Empfänger ein Geräusch ausgegeben wird. Ich empfehle den Einsatz der App einfach vorab mit dem Partner zu testen, bevor man sich darauf verlässt. Ein etwas mulmiges Gefühl geht vielleicht angesichts der Technik doch mit dem Einsatz einher. Aus eigener Erfahrung möchte ich an dieser Stelle direkt beruhigten. Man kann sich tatsächlich auf die App verlassen. Ist der Sender und Empfänger in Sachen Empfindlichkeit und Lautstärke den eigenen Bedürfnissen angepasst, warnt die App mit Vibration und akustischem Alarm, sollte die Verbindung einmal unterbrochen sein. Ist zwar nicht schön, wenn morgens um sechs mal das WLAN des Routers länger als der eingestellte Timeout ausfällt, aber lieber einmal mehr aufgestanden und der Ursache auf den Grund gegangen. Der Timeout zur automatischen Wiederverbindung lässt sich einstellen, so dass man nicht bei einem Abbruch von 16 Sekunden nach 15 Sekunden bereits vom Empfänger alarmiert wird.

Einzig sollte man darauf achten, die App im Sendegerät nicht einem Taskkiller oder dem Standby des Gerätes zum Opfer zu machen. Entsprechende Ausnahmeregelungen und Einstellungen sind hier vorher vorzunehmen. Der Sender liefert auch nicht permanent ein Videosignal. Dieses lässt sich in der Qualität und Quantität festlegen. Eine bestimmte Videolänge kann aber nicht überschritten werden. Meines Erachtens auch nicht notwendig. Permanente Videoüberwachung ist eh Humbug.

Wer übrigens wie wir ein altes Android herumliegen hat, kann sich dieses Gerät auf den Account des Käufers der App einrichten. Die App ist auf mehreren Geräten des Käufers als Sender und Empfänger nutzbar. Also definitiv ein dicker Bonus für die keineswegs übertriebenen 3,50€ im Play Store. Auf der Homepage bekommt man übrigens auch Clients für Mac und Windows. Wer sich vorher von der Qualität überzeugen möchte, kann eine andere Variante der App – BabyPhonMobile – kostenlos aus dem Play Store herunterladen. Diese App läuft hauptsächlich über das mobile Funknetz und wird mittels Zeitlizenz finanziert, um hier einerseits die Kosten des angebotenen Services zu decken, andererseits die Weiterentwicklung zu fördern. Allerdings kommt sie mit einem widerholt nutzbarem 30minütigen Testzeitraum der Funktionen im heimischen WLAN daher. Anfügen möchte ich noch, dass trotz anderweitiger Aussage des Entwicklers im Play Store in der WLAN-App auch im heimischen WLAN eine verschlüsselte Übertragung erfolgen kann. Beim Sender findet man dazu ein Schloss links oben neben dem Fenster der Bildübertragung. 8stelliges Passwort vergeben und fertig. Verschlüsselt wird mit einem 256er AES Schlüssel, welcher lokal abgelegt wird.

Fazit: Uns hat WiFi Baby Monitor überzeugt. Das von der Schwägerin geerbte Babyfon liegt irgendwo in einem Karton und wird dann irgendwann mal an wen anders in der Familie weiter vererbt. Von mir gibts jedenfalls eine klare Empfehlung für den Babymonitor. Ist jeden €ent wert!

Eine Antwort zu “WiFi Baby Monitor – Babyfone-App für Android

  1. Pingback: Übersicht behalten – Mehrfachpostings von WordPressbeiträgen auf Twitter und Facebook vermeiden | i can compute

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s