Mein PC, mein Router, mein NAS: Synology DS212j

Ich muss ja immer süffisant grinsen, wenn mich jemand fragt, wie viel Festplattenspeicher ich habe. Meist werden bei der Antwort die Augen groß, denn für den Ottonormalsurfer bin ich mit knapp über fünf Terrabyte doch gut dabei. Vier davon stecken in Form zweier 2 TB Western Digital Caviar Green in meinem Synology DS212j NAS.

Ein NAS ist auf gut Deutsch gesagt dem Netzwerk angeschlossener Speicherplatz (Network Attached Storage). Allerdings mit der Besonderheit, dass ein NAS für gewöhnlich ein kleines Betriebssystem mit eigener Computerhardware besitzt, so dass es autark vom Computer im Heimnetzwerk Daten zur Verfügung stellen kann. Ohne einen dauerlaufenden PC. Vorteile dabei: Ein NAS ist meist sehr viel energiesparsamer als ein Computer und alle im Netzwerk befindlichen Computer können theoretisch auf die darauf lagernden Daten zugreifen. Vorausgesetzt, sie sind dazu berechtigt.

Was man mit einem NAS und speziell mit der DS212j (DS für DiscStation) so anstellen kann, gedenke ich zukünftig immer wieder mal in einem Beitrag zu erzählen. Wer also vielleicht schon eine PS3 oder Xbox besitzt, mit der er gerne Daten durch die Bude streamt, der sollte mir auf Twitter folgen, oder mich bei Facebook adden. Dann gibt’s die Meldungen automatisch auf die Timeline. RSS-Feed lässt sich natürlich auch abonnieren. Aber kurz zum Thema zurück.

Ich will hier nur kurz ein paar Eckdaten zur DS212j breit treten. Fangen wir damit an, dass es ein kleiner weißer Kasten ist. Ca. 16,5 cm hoch, 10,5 breit und über den Daumen 22 tief. Es lassen sich zwei SATA-Festplatten bis 3 TB je Stück einbauen. Wahlweise lassen sich auch SSD verschrauben. Per 2x USB 2.0 lassen sich weiterhin entweder Drucker oder weitere Datenspeicher anschließen. Die Drucker können später per Printserver auf dem NAS genutzt werden, USB-Festplatten evtl. als Backup für die wichtigsten Daten auf dem NAS.
Die Festplatten in der DS lassen sich wahlweise komplett als JBOD oder in diversen Raidmodi verwenden. Raid steht allerdings erst bei Besetzung beider Festplattenbays zur Auswahl.
Neben der LAN- und den USB-Buchsen findet sich natürlich auch der Stromanschluss auf der Rückseite. Vorne leuchten je nach Status LEDs für Power, die Zustände der HDDs und Netzwerkzugriff. Außerdem ist der Powerschalter vorn angebracht. Unten drunter sind übrigens Gummifüße zur Stoß- sowie Geräuschabsorbierung angebracht. À propos Geräusche. Der Lüfter ist flüsterleise und fällt neben einem Luftgekühlten PC mal gar nicht auf. Konzentriertes Arbeiten also möglich.

Im Betrieb macht die DS212j mit 17,6 Watt einen recht guten Eindruck und ist mit 256 MB RAM auch ausreichend für den durchschnittlichen Heimbedarf gerüstet. Die CPU rennt mit 1,2 GHz im Gehäuse und reicht damit auf jeden Fall aus, um Dienste wie den Logitech SqueezeBox Server, Webhostdienst, Email-, Drucker- oder gar iTunesserver darauf laufen zu lassen. Sogar WordPressblogs kann man per Add-On selbst auf seinem NAS hosten. Und wer gerne wie angesprochen seine PS3/Xbox zum Streamen hernehmen will, kann sich der Unterstützung von DLNA und UPnP sicher sein. Synology gibt folgende Werte für Kopiervorgänge unter Windows in MB/s up/down an: 5 GB Datei 50,2/92,16; 1 MB x5.000 Dateien 32,89/55,99. Leider ist die DS212j damit nicht grade der Porsche unter Synologys Heim-NAS. Bei den 2-Slot-DS für Privatverbraucher liegt sie an letzter Stelle und bei den 1-Slot-DS gleicher Kategorie setzt sich nur knapp vor die zu habenden Geräte.
Wie die restlichen technischen Spezifikationen aussehen und welche Medien im Heimnetzwerk oder aus dem WWW empfangen werden können, lest ihr am besten hier nach. Mit dem kürzlich veröffentlichen DSM 4.0 wurden weitere Features integriert. So ist es bei einigen Geräten zum Beispiel möglich, sich eine eigene Dropbox auf dem NAS einzurichten.

Ich nutze meine DS vor allem um die darauf abgelegte Musiksammlung auf mein Sonos-System und die Logitech Squeezebox zu verteilen, sowie Backups von einem Rechner, sowie Laptop darauf zu sichern. Weitere Ressourcen werde ich sicher zukünftig auch noch ausschöpfen und natürlich darüber berichten.

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