Microsoft hat ja schon länger das SkyDrive im Angebot. Kostenlose 25 GB Cloudspeicher für jeden, der sich für eine Live ID registriert. Nutzbarkeit ist vielfältig. Wer von Haus aus viel mit Office arbeitet, für den ist das SkyDrive im Explorer unter Umständen die treffendere Wahl, als DropBox. Das Genialste an der Sache ist eigentlich, dass man seine 25 SkyDrive GB auch prima als Netzwerklaufwerk in den Windows Explorer nageln kann. Es gibt auch Tools, die das für einen erledigen, aber dann hat man wieder ein zusätzliches Programm auf der Platte. Wem genau das nicht in den Kram passt, kann jetzt lesen, wie es ohne Programm geht. Und keine Sorge, der Weg ist auch für Anfänger gangbar. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten sein SkyDrive in den Explorer zu bringen. Der eine Weg fügt einen Netzwerkordner, der andere ein Netzwerklaufwerk hinzu, dem dann auch ein Laufwerksbuchstabe zugeordnet werden kann. Allen Möglichkeiten vorweg geht aber das Herausfinden der SkyDrive Adresse, die man schlussendlich immer braucht, um vom Explorer auf die MS Cloud zugreifen zu können.
Folgende Schritte werde ich erklärbären:
- SkyDrive Adresse herausfinden
- SkyDrive als Netzwerkordner integrieren (ohne Laufwerkbuchstaben)
- SkyDrive als Netzwerklaufwerk integrieren (mit Laufwerkbuchstaben)
1. SkyDrive Adresse herausfinden
Sobald man sich per Registrierung das SkyDrive aktiviert hat, klickt man den Ordner Dateien an und kann sich oben aus der Adresszeile des Browsers die benötigte ID herauskopieren. Die ID ist der Teil der URL, der nach #cid= folgt; eine Buchstaben-Zahlen-Kombination. Nun wisst ihr schon mal, wo man die ID findet. Jetzt geht es daran, Windows beizubringen, dass man den Kram auch vom Explorer aus erreichen kann.
2. SkyDrive als Netzwerkordner integrieren (ohne Laufwerkbuchstaben)
Einfach die Laufwerksübersicht (Computer) öffnen und auf eine freie Stelle per Rechtsklick Netzwerkadresse hinzufügen aus dem Kontextmenü wählen. Der Assistent heißt euch willkommen und führt durch die weiteren Schritte.
Im nächsten Schritt wird angegeben, welches Ziel man anzusteuern gedenkt. Entweder einen Datenhafen im LAN, im Web oder sogar einen FTP-Server. Einfach anklicken und weiter geht’s.
Schon wird nach der Netzwerkadresse selbst gefragt, die ihr ja – wie Eingangs beschrieben – bereits in der Zwischenablage liegen haben dürftet. Im Screenshot müsst ihr das “SkyDriveID” durch die ID aus der Zwischenablage ersetzen. Der erste Teil ist logischerweise die Serveradresse des SkyDrive über eine SSL Verschlüsselung. Kann man ja auch an den Beispielen erkennen, wie sich die diversen Adressformate gestalten.
Ist die Adresse eingefügt, war es das schon fast. Die URL kann nun noch mal überprüft und benannt werden. Der Name ist dann der des Netzwerkordners im Windows Explorer.
Beim Klick auf Weiter könnt ihr euch beglückwünscht fühlen, denn das war’s schon. Noch auf Fertigstellen klicken und euer SkyDrive steht als Netzwerkordner zur Verfügung.
Beim ersten Öffnen werdet ihr dann noch nach den Kontodaten gefragt. Logen sind das die eures Webspaces von MS. Also Email und Passwort eingeben, Windows noch bitten, die Anmeldedaten zu speichern und sich freuen. Wen es nicht freut, dass der Ordner keinen Laufwerksbuchstaben hat, der sollte die zweite Bastelanleitung lesen.
3. SkyDrive als Netzwerklaufwerk integrieren (mit Laufwerkbuchstaben)
Wer unbedingt einen Laufwerkbuchstaben am SkyDrive im Explorer haben will, der muss einen kleinen Umweg gehen, der sich dahingehend aber lohnt und nicht wirklich komplizierter ist, als der grade beschriebene.
Man öffne eines der Officeprogramme (im Beispiel Excel 2010) von MS und nutzt die Funktion unter Datei, Speichern unter. Im Speicherdialog findet man links neben dem Speichern-Button die Tools-Schaltfläche. Klicken, Netzwerklaufwerk verbinden… klicken, Assistenten befolgen.
Ausnahmsweise gestaltet sich dieser Assistent mal als kurzweilig. Laufwerkbuchstaben wählen, Serveradresse sowie SkyDrive ID einfügen, fertig. Wer sich nicht jedes Mal bei PC Neustart wieder mit seinen Logindaten anmelden will, um das Laufwerk parat zu haben, der hakt noch an, dass die Verbindung bei Anmeldung wiederhergestellt werden soll, sowie dass die Verbindung mit anderen Logindaten als derer von Windows erfolgen müssen. Ihr ahnt es: SkyDrive Email mit Passwort eintippen.
TADA! Schon habt ihr euer Netzwerklaufwerk in den Explorer geklebt und könnt das Ding wie eine Festplatte nutzen. Nix mehr mit Browser aufrufen und einwählen. Wer jetzt noch schlau ist, kann sich das Zielverzeichnis der Bibliothek Dokumente auf das Laufwerk legen. Dann werden sämtliche Dateien, die von Programmen automatisch unter dem Standarddateipfad (C:/User/blabla) gespeichert würden, automatisch dort gespeichert. Wicked, ne?
Und falls sich DropBox Nutzer fragen werden, wozu? Meine Argumente für das Wozu sind:
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25 GB vs. 2 GB
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Explorerintegration
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genauso leicht erreichbar wie der DropBox Ordner
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direkt aus Office nutzbar
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als Zielordner für Dokumentenbibliothek auswählbar
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als Netzwerklaufwerk einrichtbar











